Informationen für neue Klienten

Sehr geehrte Klientin, Sehr geehrter Klient,

herzlichen Dank für Ihr Interesse an mir und meiner Dienstleistung.

Mein Verständnis unseres Arbeitsverhältnisses ist, daß Sie mein Klient sind. Sie sind nicht mein Kunde und ich möchte Ihnen weder etwas verkaufen noch Ihnen aus eigenem kommerziellen Interesse zu irgendetwas raten. Der Duden definiert den Begriff Klient wie folgt:

jemand, der [gegen Bezahlung] Rat, Hilfe bei jemandem sucht, der jemanden beauftragt, seine Interessen wahrzunehmen

Duden

In meiner Tätigkeit vertrete ich grundsätzlich immer Ihre Interessen.

Eine Zusammenarbeit zwischen uns erfolgt zu Anfang entsprechend einer erprobten Sequenz:

Gespräch mit der Geschäftsleitung

Im Verlauf unserer Zusammenarbeit werden wir vielfältige Maßnahmen ergreifen, welche die Aufbau- und Ablauforganisation des Unternehmens verändern. Wir werden von den Mitarbeitern und Führungskräften erwarten sich mit neuen Arbeitsweisen zu beschäftigen, bisheriges Verhalten nachhaltig zu ändern und sich in einem völlig anderen Umfeld als bisher zu bewegen.

Es ist wichtig, daß wir von Anfang an ein gemeinsames Verständnis der Ziele und Herausforderungen haben.

Agile Clinic

Die Beauftragung der Agile Clinic soll uns helfen den möglichen Umfang und die Rahmenbedingungen eines ersten Auftrages zu klären. Es geht primär um einen tieferen Einblick in eine konkrete Situation und das Erarbeiten erster Ideen für Verbesserungen. Es ist möglich, daß im Unternehmen erst geeignete Voraussetzungen für die Durchführung der angedachten Maßnahmen geschaffen werden müssen.

Erstellung einer ersten Version der Coaching-Karte

Haben wir gemeinsam festgestellt, daß wir die Ideen für Verbesserungsmaßnahmen konkret umsetzen wollen und besteht Bereitschaft an einer intensiven Zusammenarbeit erstellen wir gemeinsam eine erste Version der Coaching-Karte. Dies ist eine Art Fahrplan, in dem Art und Reihenfolge der Maßnahmen aufgeführt sind. Auch kann man darin erkennen warum und für welchen Zweck Maßnahmen dienen sollen.

Erstellung eines Angebotes

Entsprechend den bisherigen Erkenntnissen und gemeinsamen Ideen erstelle ich dann ein konkretes Angebot für Begleitung, Ausbildung, Coaching, Beratung aller Mitarbeiter - vom operativen Mitarbeiter über das mittlere Management bis zu den Mitgliedern der Geschäftsleitung.

An dieser Stelle wird auch ein Ansprechpartner auf Ihrer Seite für die Koordination unserer Zusammenarbeit benannt.

Ressourcen

Die hier zusammengetragenen Informationen sollen Ihnen als potentiellem neuen Klienten helfen sich zu orientieren und sich auf unser erstes persönliches Gespräch vorzubereiten.

Agile

Im Februar 2001 trafen sich 17 Personen aus der Software-Industrie und erstellten am Ende des Treffens das Agile Manifest.

Zu beachten ist, daß im Englischen das Wort “agile” ein Adjektiv und kein Substantiv ist. Eine Person oder eine Organisation kann agil sein, ein Vorgehen kann agil sein, aber man kann nicht “Agile” machen. Agil zu sein bedeutet sich mühelos schnell bewegen zu können.

Selbstorganisation

Agiles Verhalten ist in hierarchischen Strukturen mit vielen festen Regeln kaum möglich. Selbst wenn alle Regeln korrekt und sinnvoll sind, so ist es doch nicht möglich die Anforderungen von morgen und übermorgen zu berücksichtigen.

Man würde dies von einem Angehörigen der amerikanischen Streitkräfte nicht unbedingt erwarten. Doch erzählt Kapitän David Marquet wie er Selbstorganisation auf einem U-Boot der US Marine eingeführt hat und damit aus einer schlechten Mannschaft nachhaltig eine der besten Mannschaften machte. Insbesondere beachtenswert ist der Hinweis auf die Notwendigkeit in technisches Können der Mitarbeiter zu investieren.

Digitalisierung

Sucht man bei Google nach dem Begriff “Digitalisierung” so finden sich viele Texte, die von einer tiefgreifenden Veränderung des Lebens und Arbeitens sprechen. Tatsächlich ist Digitalisierung aber ein eher trivialer Vorgang. Es geht einfach darum analoge Information so umzuwandeln, daß sie elektronisch gespeichert und verarbeitet werden können. Sobald alle oder sehr viele Informationen in digitaler Form vorliegen und gleichzeitig alle oder sehr viele Systeme (stationär und mobil) fortlaufend miteinander kommunizieren können entsteht einerseits gewaltiges Optimierungspotential und andererseits viele neue Möglichkeiten für Dienstleistungen und Produkte.

Damit verlieren bisherige Geschäftsmodelle und -strategien ihre Gültigkeit. Unternehmen, die bisher nicht gelernt haben sich fortlaufend anzupassen und neu zu erfinden, sind auf einmal in ihrem Bestand gefährdet.

DevOps

Microservices

  • Zuverlässigkeit durch geringe Kopplung
  • Alles kann jederzeit getauscht werden
  • Zuverlässigkeit durch aktiven Umgang mit Fehlern statt Fehler zu vermeiden

Kanban

  • Optimierung des Gesamtsystems
  • Sichtbarkeit
  • Messen (lead time, cycle time)

Scrum

Scrum ist ein Rahmenwerk, welches vorhandene Probleme im Produktmanagement und Entwicklungsvorgehen aufzeigt. Scrum selbst löst keines dieser Probleme. Stattdessen unterstützt Scrum Menschen darin die vorhandenen Probleme systematisch zu lösen und belegt Erfolg oder Misserfolg der ergriffenen Maßnahmen.

Team

Ein Team ist fundamental anders als eine Arbeitsgruppe. Jedoch wird der englische Begriff Team in vielen Unternehmen für jedwede Gruppe von Personen unter derselben Leitung verwendet.

Bruce Tuckman beschrieb in 1965 verschiedene Phasen in der Entwicklung eines Teams. Diese sind

  • forming
  • storming
  • norming
  • performing

Es ist erforderlich einer Gruppe von Menschen zu erlauben diese Phasen zu durchlaufen, um nach einiger Zeit zu einem performanten Team werden zu können. Das Durchlaufen dieser Phasen benötigt ausreichend Zeit und ist nicht innerhalb weniger Monate abgeschlossen.

Darüber hinaus haben sich nach meiner Erfahrung die folgenden Dinge als Grundbestandteile eines Teams herausgestellt:

Team-Mitglieder teilen einen Grund für die Zusammenarbeit

Arbeitsgruppen haben einen Auftrag, der von extern bestimmt wurde. Die Mitglieder einer Arbeitsgruppe haben in der Regel keine gemeinsamen Interessen und sind nicht durch irgendeine Gemeinsamkeit miteinander verbunden. Die einzige Verbindung ist, daß sie oft Angestellte derselben Firma sind.

Mitglieder eines Teams hingegen fühlen sich eine gemeinsamen Sache verpflichtet. Die gemeinsame Sache ist nicht die Tatsache ein Arbeitsverhältnis mit demselben Arbeitgeber zu haben, sondern geht weit darüber hinaus. Beispiele könnten z.B. sein allen Menschen auf der Erde leicht das Austauschen von Photos zu ermöglichen oder Zahlungen von Person zu Person zu ermöglichen oder das Teilen von Autos möglich zu machen.

Team-Mitglieder haben eine Vision zur Zielerreichung

Jedes Team-Mitglied hat eine persönliche Vorstellung wie die Gruppe das Ziel erreichen könnte. Im Rahmen der Phase storming wird über diese Vision heftig und kontrovers diskutiert und nach einiger Zeit - in der Phase norming - entsteht ein Konsens über die Art und Weise wie man zum Ziel kommt, wie man arbeitet, wie man bestimmte Probleme löst, wie Konflikte gelöst werden usw.

Ein Team hat permanente und exklusive Mitglieder

Im Gegensatz zu Arbeitsgruppen haben Teams Mitglieder, die über lange Zeit dabei sind und die nicht gleichzeitig anderen Teams angehören. Nur durch die langfristige und exklusive Mitgliedschaft kann ein Zusammengehörigkeitsgefühl entstehen und die Phasen forming, storming, norming hin zu performing erfolgreich durchlaufen werden.

Ein Team funktioniert nicht mehr sobald einzelne Personen berufliche Verpflichtungen außerhalb des Teams haben, weil so Interessen- und Zielkonflikte entstehen. Ähnlich verhält es sich mit Teilzeitmitgliedern, wenn die Zeit der Mitwirkung sehr gering ist.

Identität

Ein Team wählt sich einen Namen, welcher im Laufe der Zeit zu einem Markennamen wird. Anfänglich ist es nur eine Bezeichnung. Im Laufe der Zeit verdient sich das Team Anerkennung und daraus entwickelt sich eine Marke. Es ist vorteilhaft einen echten Namen und nicht eine funktionale oder administrative Bezeichnung als Teamname zu verwenden. Ein gutes Beispiel sind die Namen von Teams im Sport.

Funktionsübergreifendes Team

  • alle Kenntnisse und Fähigkeiten ein fertiges Produkt an Endkunden zu liefern

Testgetriebene Entwicklung

Continuous Integration

Lean

TIM WOODS

T – Transport – Moving people, products & information
I – Inventory – Storing parts, pieces, documentation ahead of requirements
M – Motion – Bending, turning, reaching, lifting

W – Waiting – For parts, information, instructions, equipment
O – Over production – Making more than is IMMEDIATELY required
O – Over processing – Tighter tolerances or higher grade materials than are necessary
D – Defects – Rework, scrap, incorrect documentation
S – Skills – Under utilizing capabilities, delegating tasks with inadequate training

Lean Startup

  • Build
  • Measure
  • Learn

Lernende Organisation

Design Thinking

Visuelles Management

Menschen verstehen abstrakte Information generell schlecht. Gerade in einer schwierigen Situation werden wichtige Dinge oft ausgeblendet, wenn diese nicht einer bereits vorhandenen Erwartungshaltung entsprechen. Es ist hilfreich Zusammenhänge sichtbar zu machen. Visuelles Management fördert auch die Transparenz und macht Informationen allen Mitarbeitern zugänglich. Damit wird der Zusammenhalt im Unternehmen unterstützt und das Wissen aller Mitarbeiter optimal genutzt. Durch den Einsatz physischer Darstellungsformen können Informationen tatsächlich mit den Händen begriffen werden.

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Obeya Raum

Beispiele via Google Bildersuche